Zutaten des Leipziger Allerlei. 1916

Dokument

Speisekarte des Weinhaus Rheingold,
Berlin. 22. Dezember 1916. (Ausschnitt)

Zumindest was die Stadt Berlin angeht, war der 22. Dezember 1916 ein ruhiger Tag des 1. Weltkriegs. Das Weinhaus Rheingold, ein Großrestaurant nahe des Potsdamer Platzes, das ganze 4000 Plätze umfasste, wurde später während des zweiten Weltkriegs bei einer Bombardierung so stark beschädigt, dass es in den 50er Jahren abgetragen werden musste. Ein sehr interessanter, umfassender Artikel über den 1907 fertiggestellten Prunkbau des Aschinger-Konzerns mit 14 Sälen und großen Zukunftsplänen findet sich zum weiter Einlesen auf Wikipedia.

Eines der ersten culinary timepieces, die ich gekauft habe – in einem Antiquariat gleich drei Häuser weiter. Der Besuch bei dem seniorigen Antiquar hat solche Begeisterung für die alten Dokumente und Bücher ausgelöst, dass meine Idee sich weiter entwickeln konnte. Und die sehr große Karte des Weinhaus Rheingold hat hier im Ausschnitt ein besonders schönes Gericht bekommen.

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Die Zutaten des Leipziger Allerlei mit Krebsschwänzen und Grießklößchen. Auf der Speisekarte des Weinhaus Rheingold, Berlin 1916.

Leipziger Allerlei nach „Herings Lexikon der Küche“ (25. Auflage 2012): „Gewürfelte Möhren, Sellerieknolle und weiße Rüben, Vierecke von grünen Bohnen, grüne Erbsen, Spargelköpfe und Morcheln, jeder Teil für sich gegart, abgetropft, gemischt, in Butter geschwenkt, gewürzt, mit Krebssauce gebunden. garniert mit Krebsschwänzchen, kleinen Grießklößchen und Fleurons (sächsisch).“

Styling: Annette Sandner & Sascha Kemmerer

Foto & Postproduktion: Annette Sandner

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