Culinary Timepieces im „Das Tschecherl“
Seit [DATUM / AUGUST 2026] hängen im Restaurant Das Tschecherl in München vier gerahmte Kunstdrucke der Culinary Timepieces: historische kulinarische Dokumente, kombiniert mit den dort beschriebenen Gerichten, heute gekocht und fotografiert.
Das Tschecherl in der Amalienstraße ist ein Ableger von Jürgen Wolfsgrubers Sparkling Bistro ganz in der Nähe. Die Küche ist österreichisch geprägt, gekocht wird in der offenen Küche. Wie Das Obers, in dem ebenfalls Culinary Timepieces hängen, gehört es zu den Restaurants von Jürgen Wolfsgruber.
Alle Motive sind nach Kontaktaufnahme direkt bei Annette Sandner in verschiedenen Größen bestellbar.
Die Motive an der Wand im Tschecherl
Aktuell hängen im Tschecherl vier Motive. Hier geht es zu den Produkt-Detailseiten der Bilder – sie sind jeweils in drei Größen verfügbar und können nach Kontaktaufnahme direkt bei Annette Sandner bestellt werden.
Fragen zu Größen, Rahmen und Verfügbarkeit? annette@culinarytimepieces.de
Die Ausstellung: Saucen aus der Wiener Hofküche
Im Tschecherl hängen ausschließlich Saucen und ihr wichtigstes Fundament, die Butter. Drei der vier Motive stammen aus „Der Saucier“ von Friedrich Hampel, Hofkoch in der k. u. k. Hofmundküche in Wien, erschienen 1897 bei A. Hartleben in Wien, Pest und Leipzig. Hampel schrieb für Herrschafts-, Hotel- und bürgerliche Küchen ebenso wie für Kochinstitute. Er behandelte die Saucen als Königsdisziplin der Kochkunst, und sein Buch wurde im deutschsprachigen Raum zum Lehrwerk für Generationen von Köchen. Mit diesen Bildern hängt im österreichischen Tschecherl ein Stück Wiener Küchengeschichte.
Das Motiv Der Saucier zeigt den Innentitel des Buchs mit zwei Polen der klassischen Saucenküche: einer hellen Béarnaise und einer dunklen Fleischsauce, gekocht von Sascha Kemmerer.
Die Paprikasauce verbindet die französisch geprägte Saucenküche mit Einflüssen aus dem Osten der Monarchie. Paprika und saurer Rahm geben ihr den Charakter, der in der österreichischen wie in der ungarischen Küche verankert war. Hampel ordnet sie der bürgerlichen Küche zu. Gekocht hat sie Roland Gorgosilich, selbst im Burgenland verwurzelt.
Das Motiv Butter zeigt die Doppelseite, auf der Hampel der Butter einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack der Saucen zuschreibt, besonders bei den holländischen Saucen. Darauf liegen Butterstücke, kalt, angeschmolzen und in Tropfen.
Zu den Buttersaucen gehört auch das vierte Motiv. Die Sauce béarnaise stammt aus Rudolf Sehers „Kochkunstbibliothek. Saucen und Fonds, Butter, Farcen“ (Leipzig 1918): Eigelb, geklärte Butter und eine Reduktion aus Essig, Weißwein und Schalotten, dazu Estragon und Kerbel. Gekocht hat sie ebenfalls Sascha Kemmerer.
Beim Essen lässt sich die Wand entdecken. Die Jahreszahl im Titel gibt das Alter des Originaldokuments an.
Das Tschecherl
Amalienstraße 89 | 80799 München
[ÖFFNUNGSZEITEN]
[WEBSITE / KONTAKT DES TSCHECHERL]
Edition
- Limitierte Auflage, nummeriert & signiert (Print & Zertifikat)
- Verschiedene Formate erhältlich, gerahmt mit Passepartout
- Individuelle Beratung zu Größen und Rahmen per Mail
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